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Klimabilanz – der Beitrag der Baukultur – werk, edition

Sportzentrum Oerlikon, Zürich

Daniel KurzPublikation bestellen
Lehmtürme als Wärmespeicher. Rendering: Nightnurse

Nahe der Messe in Zürich­-Oerlikon ist ein neues Sportzentrum mit Eisfeld und Hallenschwimmbad geplant. Das kompakte Volumen reagiert auf seine blockartig organisierten Nachbarn, davor liegen ein Aussenbad sowie Rasenspielplätze. Die gestapelten Eishallen, das Spring- und das Wettkampfbecken sowie das Freizeit- und das Lernschwimmbecken sind alle übersichtlich über ein gemeinsames Foyer und eine Rue intérieure erschlossen.

Das klimafreundliche Bauen bestimmt Konstruktion und Gebäudetechnik des Baus, die Architektur entwickelt daraus einen zeitgemässen Ausdruck. Eine Art Kranzgesims aus PV­-Elementen bildet den oberen Abschluss. Es wird von kräftigen Lehmzylindern gestützt, die als Entfluchtungs­ und Entlüftungselemente, aber auch als thermische Wasserspeicher dienen. Die oberirdische Gebäudestruktur besteht im Wesentlichen aus Holz, um die CO2­-Emissionen zu minimieren. Eine innovative Tragstruktur mit vorgespannten Brettschichtträgern ermöglicht Spannweiten von bis zu 45 Metern. Lediglich die Knotenpunkte, welche die Vorspannungen aufnehmen, bestehen aus Beton.

Das gewählte Energiekonzept ermöglicht, dass das Sportzentrum wärmetechnisch autark betrieben werden kann. Die Kombination von Schwimmbad und Eisbahn schafft dafür ideale Voraussetzungen, wobei die von aussen sichtbaren Lehm-Türme als Wärmespeicher dienen.

 

Bauherrschaft: Stadt Zürich

Architektur: Boltshauser Architekten AG, Zürich

Programm: Drei Schwimmhallen, Freibad und Wellnessbereich, zwei Eishallen, Fitness- und Trainingsbereich, Gastronomie und Werkhof

Chronologie: Wettbewerb 2021, Planung und Ausführung 2021-30